Der Chip-Riese ASML hat am Mittwoch mit seinen Ergebnissen zum ersten Quartal enttäuscht. Das zieht auch die Konkurrenz mit runter. Die Aktien der heimischen Halbleiterkonzerne Infineon und Aixtron verlieren ebenfalls.
Experten prognostizieren, dass eine Belebung des Infineon-Geschäfts erst im zweiten Halbjahr des Fiskaljahres 2023/24 zu erwarten ist. Trotz einer etwas verhaltenen Nachfrage in der ersten Jahreshälfte bleiben die strukturellen Wachstumstreiber für Infineon intakt. Besonders im Bereich der Automobilindustrie scheint Infineon dank seiner starken Marktposition und kontinuierlichen Investitionen gut aufgestellt zu sein. Hier könnte das Unternehmen von einem signifikanten Wachstum profitieren, sobald die zyklischen Herausforderungen des aktuellen Jahres überwunden sind.
Parallel dazu hat die Sorge vor einer nachlassenden Nachfrage auch die Aktien von Aixtron beeinflusst. In den vergangenen Wochen geriet die Aixtron-Aktie merklich unter Druck. Doch die Aussicht, dass sich das Wachstum in der Halbleiterindustrie ab 2025 wieder beschleunigen könnte, nährt die Hoffnung. Felix Grawert, der CEO von Aixtron, ist optimistisch und erwartet einen starken Anstieg der Erlöse für das Jahr 2025. Dieses Wachstum wird voraussichtlich durch die nächste Welle im Bereich der Leistungselektronik getragen.
Das machen die Halbleiter-Aktien
Die Infineon-Aktie fällt um 0,3 Prozent, während die Papiere von Aixtron rund ein Prozent verlieren (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch