Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat seine Zahlen für das erste Quartal bekannt gegeben. Das Unternehmen litt unter einer Nachfrageflaute, der Ausblick auf die zweite Jahreshälfte ist jedoch optimistisch. Die Aktie zieht auf Tradegate deutlich an.
Der Umsatz von Ericsson fiel um 15 Prozent auf 53,3 Milliarden Schwedische Kronen (circa 4,6 Milliarden Euro), wobei die Netzwerksparte einen signifikanten Rückgang verzeichnete. Dennoch gelang es Ericsson, seinen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) um sechs Prozent auf 5,1 Milliarden Kronen zu steigern. Diese positive Entwicklung wurde durch Einmaleffekte und Kostensynergien unterstützt. Darüber hinaus konnte der Unternehmensgewinn unter dem Strich auf 2,6 Milliarden Kronen gesteigert werden – ein deutlicher Zuwachs von einer Milliarde Kronen im Vergleich zum Vorjahr.
Marktverengung und Ausblick
Ericsson hatte zuvor vor einer Marktverengung außerhalb Chinas gewarnt, bedingt durch Zurückhaltung bei den Ausgaben für 5G-Technologie seitens der Telekommunikationsanbieter. Diese Warnung spiegelt die anhaltenden Unsicherheiten im globalen Telekommunikationssektor wider.
Trotz einer spürbaren Nachfrageflaute im Bereich der 5G-Technologien bleibt der schwedische Telekomausrüster vorsichtig optimistisch, eine Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte zu erreichen. Um auf die schwierigen Marktbedingungen zu reagieren, hat Ericsson bereits umfassende Personalanpassungen vorgenommen: Etwa acht Prozent der globalen Belegschaft wurden reduziert, was circa 680 Jobs entspricht, ergänzt durch einen Stellenabbau von 1.200 Positionen in Schweden.
Analysteneinschätzung
Jefferies-Analyst Janardan Menon bestätigte seine Kaufempfehlung für die Ericsson-Aktie mit einem Zielkurs von 70 Schwedische Kronen. Trotz der Beobachtung, dass Ericssons organische Umsatzentwicklung im letzten Quartal hinter den Erwartungen zurückblieb, hob er hervor, dass die Bruttomarge deutlich über den Voraussagen lag.
JPMorgan hat die Bewertung „Neutral“ mit einem Kursziel von 61 Schwedische Kronen bestätigt. Analyst Sandeep Deshpande merkte an, dass der Umsatz des Unternehmens hinter den eigenen Prognosen und den Markterwartungen zurückblieb. Dennoch war das operative Ergebnis besser als erwartet.
Das macht die Ericsson-Aktie
Die Ericsson-Aktie steigt auf Tradegate um 5,5 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch