Die Thyssenkrupp-Aktie hat einen deutlichen Rücksetzer hinter sich. Am späten Donnerstagabend hat der Konzern schließlich noch eine signifikante Reduzierung ihrer Produktionskapazitäten angekündigt. Die Aktie startet am Freitag eine erste Erholungsbewegung.
Dieser Schritt, der im Rahmen eines Treffens zwischen Aufsichtsrat und Vorstand der Stahlsparte beschlossen wurde, sieht vor, die Kapazitäten von aktuellen etwa 11,5 Millionen Tonnen auf 9 bis 9,5 Millionen Tonnen pro Jahr zu senken. Trotz einer Beschäftigungsgarantie bis Ende März 2026 könnte diese Maßnahme einen unbestimmten Arbeitsplatzabbau nach sich ziehen, insbesondere in Duisburg, wo aktuell 13.000 der insgesamt 27.000 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Die Gründe für diese strategische Neuausrichtung sind vielschichtig. Sie reichen von der anhaltend schwachen Konjunktur über strukturelle Veränderungen auf dem europäischen Stahlmarkt bis hin zu steigenden Energiekosten und zunehmendem Importdruck aus Asien. Trotz dieser Herausforderungen setzt Thyssenkrupp seine Bemühungen um eine effizientere und klimafreundlichere Produktion fort. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist der Bau der ersten Direktreduktionsanlage in Duisburg, unterstützt durch Fördermittel von Bund und Land, mit dem Ziel, bis spätestens 2045 eine vollständig klimaneutrale Produktion zu erreichen.
Das macht die Thyssenkrupp-Aktie:
Die Thyssenkrupp-Aktie steigt um 1,1 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch
Hinweis auf Interessenskonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der alleinigen Gesellschafterin der finanztreff GmbH, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Thyssenkrupp.