Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen von Nike belastet auch den Adidas-Kurs. Der Sportartikelhersteller hat dabei gleich doppelt zu kämpfen: Am Donnerstag kündigte der Konzern an, dass die langjährige Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) beendet wird. Ab 2027 wird Nike den bisherigen Ausrüster ablösen.
Die langjährige Partnerschaft zwischen Adidas und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) endet 2026, nachdem der DFB beschlossen hat, ab 2027 mit Nike zusammenzuarbeiten. Diese Entscheidung bricht eine über 70-jährige Tradition, in deren Rahmen Adidas die deutsche Nationalmannschaft durch historische Erfolge wie vier WM- und drei EM-Titel bei den Männern sowie zwei WM- und acht EM-Trophäen bei den Frauen begleitet hat.
Der neue Vertrag mit Nike, der bis 2034 läuft, deckt alle Nationalteams ab und soll vor allem aus wirtschaftlichen Gründen zustande gekommen sein. Nike überzeugte den DFB mit einem finanziell attraktiven Angebot und einem zukunftsorientierten Konzept für den Amateur- und Frauenfußball in Deutschland. Der Vertrag beinhaltet eine jährliche Zahlung von über 100 Millionen Euro, was mehr als das Doppelte der bisherigen Summe darstellt.
Obwohl die aktuelle Zusammenarbeit zwischen Adidas und dem DFB noch bis zum Ende des Jahres 2026 andauert und die EM 2024 als ein letztes gemeinsames Großevent ansteht, bei dem die Nationalmannschaft in Trikots von Adidas auflaufen und im Adidas-Homeground in Herzogenaurach residieren wird, markiert die Entscheidung des DFB einen signifikanten Wandel in der Landschaft der Sportausrüstung. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck äußerte sich bedauernd über das Ende dieser traditionellen Verbindung, die eng mit der deutschen Identität verknüpft ist.
Das macht die Adidas-Aktie
Die Adidas-Aktie fällt im frühen Handel um 2,8 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch