Am gestrigen Mittwoch hat MicroStrategy die Platzierung einer weiteren Wandelanleihe angekündigt, die 500 Millionen Dollar in die Kasse spülen soll. Verwendungszweck: Bitcoin.
Es ist bereits die zweite Anleiheemission in weniger als zwei Wochen, denn in der Vorwoche hatte MicroStrategy schon einmal 800 Millionen Dollar über eine Wandelanleihe eingesammelt. Das Geld wurde aber postwendend für den Kauf von weiteren 12.000 Bitcoin ausgegeben (DER AKTIONÄR berichtete). 205.000 Einheiten der digitalen Leitwährung hat der Konzern seither in der Bilanz stehen.
Doch auch das reicht Saylor ganz offensichtlich nicht, denn die Jagd nach noch mehr Bitcoin geht weiter. Zu aktuellen Kursen – der Bitcoin notiert mit rund 73.300 Dollar knapp unter Allzeithoch – könnte er von den 500 Millionen Dollar aus der neuerlichen Anleiheemission rund 6.800 weitere Einheiten kaufen.
Mögliche Motivation: Steigt der Bestand von MicroStrategy auf über 210.000 Bitcoin, dann besitzt das Unternehmen mindestens ein Prozent der 21 Millionen Einheiten, die jemals geschaffen werden können.
Zudem liefert sich das Unternehmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit BlackRock. Das Finanzschwergewicht hat bereits mehr als 200.000 Bitcoin für seinen im Januar zugelassenen Spot-ETF, demn iShares Bitcoin Trust (IBIT), eingesammelt. Das ist mehr als Dreieinhalbmal so viel, wie im selben Zeitraum an neu geschürften Coins in Umlauf gekommen ist.
Die hohe Nachfrage nach Bitcoin und die Aussicht auf das bevorstehende Halving im April treiben den Kurs kräftig an. Am heutigen Donnerstagmorgen deutscher Zeit hat er nach Daten des Branchenportals coinmarketcap.com bei 73.750,07 Dollar einen neues Rekordhoch markiert und notiert aktuell knapp unterhalb davon.
Mit dem enormen Bitcoin-Bestand und den Plänen zum Umbau des Unternehmens zu einer „Bitcoin-Entwicklungsfirma“ profitiert davon auch MicroStrategy. Die Aktie steigt dabei aber noch stärker als die Digitalwährung selbst. Allein seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs bereits um rund 180 Prozent gestiegen – während der Bitcoin trotz neuer Höchststände wie am Fließband „nur“ 75 Prozent zugelegt hat.