Die Aktie von AMS Osram hat in der jüngsten Zeit beträchtliche Verluste verzeichnet und steht vor neuen Herausforderungen. Auch in der neuen Handelswoche verliert das Schweizer Papier weiter an Boden. Finanztreff.de beleuchtet daher die aktuelle Kursentwicklung und wirft einen Blick auf den Auslöser der jüngsten Talfahrt.
In der vergangenen Woche musste die Aktie von AMS Osram, einem führenden Unternehmen in der Sensorikbranche, erhebliche Einbußen an der Schweizer Börse hinnehmen. Innerhalb von nur fünf Handelstagen fiel das Papier um zwölf Prozent. Diese Entwicklung ist auf den Rückzug eines wichtigen Großkunden aus einem MicroLED-Projekt zurückzuführen, der das Unternehmen in eine tiefe Krise stürzte.
Verschuldung im Fokus
Zusätzlich zum Wegfall des Großkunden sieht sich AMS Osram mit Bedenken bezüglich seiner hohen Verschuldung konfrontiert, eine Situation, die Analysten von Stifel als bedrängend bezeichnen. Um die Verschuldung zu reduzieren und das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, sind strategische Anpassungen und möglicherweise weitere Sanierungsschritte von AMS Osram gefordert.
Jefferies bestätigt Kaufempfehlung
Trotz dieser Herausforderungen gibt es auch optimistische Stimmen: Das Analysehaus Jefferies, vertreten durch Analyst Janardan Menon, sieht den Halbleitersektor und damit auch AMS Osram in einer günstigen Zukunftsperspektive. Menon bestätigte das Rating für AMS Osram mit „Buy“ mit einem Zielkurs von 3,10 Franken und verwies auf das Wachstum des Sektors sowie die erwartete Nachfragesteigerung aus China ab März als positive Faktoren. Damit sieht der Analyst auf Sicht der nächsten zwölf Monate satte 174 Prozent Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs.
Das macht die AMS-Osram-Aktie
Zu Wochenbeginn setzt sich der Abwärtstrend fort. Am Montagnachmittag notiert die Aktie von AMS Osram bei 1,15 Schweizer Franken, was einem Tagesverlust von 0,9 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 43 Prozent an Wert eingebüßt.
von Jan-Paul Fóri