Der Außenwerbespezialist Ströer hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich, angetrieben durch ein starkes Weihnachtsgeschäft. Der Ausblick kann die Anleger ebenfalls überzeugen. Die Aktie schießt mit einem Plus von knapp acht Prozent an die MDAX-Spitze.
Für 2024 prognostiziert das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum, das signifikant über dem Vorjahresniveau von 7,5 Prozent liegen soll. Co-Konzernchef Christian Schmalzl teilte mit, dass man ein Wachstum im Kerngeschäft der Außenwerbung, bereinigt um Wechselkurseffekte und Übernahmen, von bis zu 15 Prozent im ersten Quartal erwarte. Insbesondere im Bereich der digitalen Außenwerbung verzeichnete Ströer zum Ende des Jahres 2023 ein Drittel Wachstum.
Ströer konnte im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs um knapp acht Prozent auf mehr als 1,9 Milliarden Euro erzielen und übertraf damit die Entwicklung des gesamten Werbemarktes, der mit stagnierenden Erlösen zu kämpfen hatte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um fünf Prozent auf 569 Millionen Euro – ein Ergebnis, das den Erwartungen von Analysten entsprach.
Der freie Mittelzufluss fiel mit 81 Millionen Euro rund 60 Prozent höher aus als im Vorjahr. Der Konzern plant, seinen vollständigen Geschäftsbericht am 25. März vorzulegen.
Analystenbewertung
JPMorgan-Analyst Marcus Diebel hob hervor, dass Ströer mit seinem bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) die Prognosen der Analysten übertreffen konnte. Den Ausblick auf das laufende Quartal bezeichnete er als überaus positiv. Er erwartet eine Anhebung der Konsensschätzung für das diesjährige Betriebsergebnis um etwa fünf Prozent und bestätigte seine Einschätzung „Overweight“ mit einem Kursziel von 71 Euro.
Das macht die Ströer-Aktie
Die Ströer-Aktie klettert mit einem Plus von 7,3 Prozent an die MDAX-Spitze (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch