Deutlich weniger Gewinn in Aussicht! Der Markt straft das ab.
Deutschlands führender Gashändler Uniper erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss soll zwischen 700 Millionen und 1,1 Milliarden Euro liegen.
Diese Zahlen liegen deutlich unter den Ergebnissen von 2023, als der zentrale Akteur in der Energieversorgung ein bereinigtes EBITDA von 7,2 Milliarden Euro und einen bereinigten Jahresüberschuss von über 4,4 Milliarden Euro vorweisen konnte.
Hintergrund der Prognoseanpassung
Die Korrektur der Geschäftsprognose basiert hauptsächlich auf dem Rückgang der Rohstoffpreise, welche die Finanzergebnisse von Uniper maßgeblich beeinflussen. Dementsprechend beschreibt Uniper-Chef Michael Lewis die Erwartungen für 2024 als „Normalisierung der Gewinnsituation“.
„2023 war ein herausragendes, ein außergewöhnliches Jahr. Es ist in dieser Form sicherlich nicht wiederholbar“, hieß es.
Uniper ist Deutschlands größter Gashändler. Beliefert werden mehr als 1.000 Stadtwerke und große Industrieunternehmen. In Deutschland und vier weiteren europäischen Ländern betreibt das Unternehmen aus Düsseldorf außerdem viele Kraftwerke, die Strom aus Gas, Kohle, Wasserkraft, Atomkraft und Öl erzeugen. Uniper ist daneben Deutschlands größter Erdgasspeicherbetreiber. Privatkunden beliefert Uniper, außer bei Fernwärme, nicht.
Das macht die Uniper-Aktie
Am Nachmittag notiert das Papier sechs Prozent tiefer und kostete zuletzt 55,98 Euro. Die 5-Jahres-Performance beträgt minus 90 Prozent.
von Lukas Meyer