Die Baader Bank hat das Kursziel für Redcare Pharmacy von 125 auf 175 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen.
In Reaktion auf die starken Jahreszahlen der Online-Apotheke habe er seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für die Jahre 2024 und 2025 erhöht, schrieb Analyst Volker Bosse in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Aktie bleibt sein „Top Pick“.
Das macht die Redcare-Pharmacy-Aktie
Zum Wochenauftakt notiert das Papier 0,1 Prozent leichter bei 141,00 Euro. Die Rally wurde vorerst gestoppt. Durch das E-Rezept als Kurstreiber hatte sich der Börsenwert von Redcare Pharmacy im Jahr 2023 mehr als verdoppelt. Am 15. Februar erreichte die Aktie bei 150,35 Euro den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Nun setzen jedoch Gewinnmitnahmen ein.
So urteilen andere Analysten
Jefferies hatte die Einstufung zuletzt auf „Buy“ mit einem Kursziel von 160 Euro belassen. E-Rezepte seien für die Aktien von Online-Apotheken der wichtigste Teil der Anlagestory, schrieb Analyst Alexander Thiel. Redcare und DocMorris wollten die Durchdringung mittelfristig von aktuell 0,7 Prozent auf etwa zehn Prozent steigern – und dies in einer 55 Milliarden Euro schweren Marktnische. Nach der verpflichtenden Einführung im Januar sehe er in dem E-Rezept den neuen Marktstandard.
Noch optimistischer ist sein Kollege Gerhard Orgonas von Berenberg. Er sieht den MDAX-Wert erst bei 190,00 Euro fair bewertet.
Mahnende Stimmen werden zum einen von Warburg laut. Nach den jüngsten Kursgewinnen stufte Analyst Michael Heider von „Buy“ auf „Hold“ ab und beließ das Kursziel auf 130 Euro. Die starken vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2023 untermauerten zwar, dass Redcare die am besten positionierte Online-Apotheke in Europa sei und Marktanteile gewinne, gleichwohl sei es mit Blick auf den Aktienkurs aber Zeit für eine Atempause.
Bearish sind HSBC und Kepler Cheuvreux gestimmt. Beide votieren „Reduce“ mit Kurszielen von 90,00 respektive 65,00 Euro (mit Material von dpa-AFX).