Nachdem zuvor Übernahmegerüchte die Runde gemacht hatten, hat Hewlett Packard Enterprise am Dienstagabend schließlich ein offizielles Übernahmeangebot für Juniper Networks vorgelegt. Für die Aktie, die bereits am Vortag einen starken Kursanstieg verbuchte, geht es daher am Mittwoch im vorbörslichen US-Handel weiter nach oben.
Bei seinem Angebot von 40 US-Dollar pro Aktie bewertet Hewlett Packard Enterprise (HPE) den Wettbewerber Juniper Networks mit 14 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 12,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Premium von nahezu einem Drittel auf den letzten Aktienkurs von Juniper vor der Ankündigung.
Das steckt hinter den Übernahmeplänen
Die geplante Akquisition zielt darauf ab, HPEs Kompetenzen im KI-Markt durch Junipers fortschrittliche Technologien wie Router und Netzwerklösungen zu erweitern. Durch den Erwerb würde sich das Netzgeschäft von HPE deutlich vergrößern und könnte dem Unternehmen helfen, sich gegenüber Wettbewerbern wie Cisco besser zu positionieren. Seit der Abspaltung vom ursprünglichen Hewlett-Packard Konzern im Jahr 2015 fokussiert sich HPE auf wachstumsstarke und innovative Technologiebereiche, wobei die Akquisition als Weg betrachtet wird, das eigene Wachstum anzukurbeln.
Das machen die Aktien von Juniper-Networks und HPE
Im vorbörslichen US-Handel klettert die Juniper-Networks-Aktie um 0,7 Prozent, nachdem die Aktie am Vortag bereits um über 20 Prozent angezogen war. Für die Papiere von HPE geht es um rund ein Prozent nach oben. Am Dienstag hatten die Übernahmegerüchte den Aktienkurs mit einem Minus von rund neun Prozent schwer belastet (mit Material von dpa-AFX).